Sie wurde 1711 auf der Grundlage eines mittelalterlichen
Vorgängerbaus neu erbaut und bekam
1715 ihren barocken Kanzelaltar durch die Spende
der Witwe von Arnstedt zum Andenken an ihren Gatten
Herrn von Arnstedt. Von Arnstedt war Rittergutsbesitzer
und stand als Major in kursächsischen/
königlich-polnischen Diensten. Das bekannteste
Kunstwerk der Otzdorfer Kirche ist die
Otzdorfer Madonna aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts.
Der Taufstein mit vier Wappen und biblischen
Gleichnissen stammt aus dem Jahre 1573.
Roßwein
Das herausragendste Bauwerk der Stadt war und ist
die Stadtkirche "Unserer lieben Frauen" (also die
Marien- oder Frauenkirche), deren Wiederaufbau
nach dem großen Stadtbrand von 1420 begann. Der
Bau wurde 1611 fertig gestellt. 1806 vernichtete der
große Stadtbrand die Kirche erneut. Ein Stück des
Kirchturms, die Umfassungsmauern, die Sakristei
und das Altargewölbe blieben jedoch verschont. Der
Wiederaufbau erfolgte erst 1810 bis 1815. Die Stadtkirche
"Unserer lieben Frauen" prägt bis heute die
Stadtsilhouette Roßweins.
Dorfkirche Gleisberg
In ihrer ursprünglichen Bausubstanz ist die kleine
Dorfkirche mindestens so alt wie das Kloster Altzella
selbst, dessen Geschichte bis in das Jahr 1162
zurückreicht. Aus einer Kapelle entstand der jetzige
Chor, an den später das Kirchenschiff angebaut
wurde. Ihren gotischen Flügelaltar mit Maria
im Strahlenkranz erhielt die Kirche nach der Säkularisation
als Geschenk aus dem Kirchenbesitz. Ein
Kleinod ist sie allemal und kann wohl auch zu den
ältesten Kirchen im gesamten Klosterbezirk Altzella
gezählt werden.
Dorfkirche in Marbach
Bereits vor 1264 bildet die Kirche den geistigen
Mittelpunkt eines der größten sächsischen Waldhufendörfer.
Deutlich wird diese Funktion an Form
und Lage der 1770 nach dem Abbruch der Vorgängerin
neu erbauten barocken Hallenkirche.
Den alten Turm hat man stehen lassen und das
Bauwerk somit zu einem der ältesten Zeugen kirchlicher
Architektur gemacht. Eine der Glocken
stammt vom Kloster Altzella. Für eine ausgiebige
Besichtigung der Dorfkirche Marbach sollten Sie
unbedingt Zeit einplanen.
Großschirma
Die Kirche entstand mit der Besiedlung von Großschirma
und der Gründung des Klosters Altzella.
Daher leitet sich die Annahme ab, dass der spätromanische
Turm um 1200 als Querwestturm
erbaut wurde. Die Kirche besteht heute aus einem
dreigliedrigen Baukörper, dessen einzelne Bauteile
zu verschiedenen Zeiten entstanden. Die letzten
Umbaumaßnahmen wurden im 19. Jahrhundert
vorgenommen. Zur selben Zeit (1884) wurde
eine noch bis heute im Original erhaltene Orgel
von Karl Eduard Schubert eingeweiht.
Kirche Obergruna
Nachdem ein Brand die alte Kirche vernichtete,
weihte man 1687 den Neubau ein. Im Zuge der Vergrößerung
des Gebäudes wurde 1834 der Kanzelaltar
platziert. Ein 1863 geschaffener Taufstein und
eine 125-jährige Orgel ergänzen die für evangelische
Kirchen typische Innengestaltung. Heute harmonisiert
ein verkürzter Kirchenraum in seiner
malerischen Gestaltung von 1910 mit einem, den
modernen Ansprüchen gerecht werdenden,
Gemeindezentrum. Das Bronzegeläut von 1690
erklingt seit 2002 mit zwei neuen Glocken.