Wie fast alle Kirchen des Klosterbezirkes Altzella
ist diese Kirche das geistliche Zentrum für viele
Dörfer. Ihr imposanter Bau beherrscht die ganze
Umgebung und ist schon von weitem gut sichtbar.
Im Jahr 1782 wurde sie in der heutigen Form
errichtet und ist Stätte für Glaube und Besinnung
der Dorfbewohner. Im Inneren bietet sich dem
Besucher eine beeindruckende Raumgestaltung,
die die Elemente des Barock und des Klassizismus
aufgreift. Dies wird besonders am Kanzelaltar
sichtbar.
Stadtkirche Nossen
Die Stadtkirche, im historischen Ortskern gelegen,
ist besonders sehenswert. Die barocke Hallenkirche
wurde 1563 erbaut und später durch mehrere
Stadtbrände stark beschädigt. Seit 1722 zeigt sich
die Kirche in ihrer gegenwärtigen Gestalt. Äußerlich
besteht sie in zwei beeindruckenden Teilen aus
der Grenzzeit zwischen Romanik und Gotik. Zwei
Portale aus dem Kloster Altzella, die um 1230 entstanden,
schmücken die Kirche. Weitere Sehenswürdigkeiten
erwarten Sie im Inneren, wo heute
noch Gottesdienste und Konzerte stattfinden.
Dorfkirche in Deutschenbora
Die Dorfkirche mit ihrem 33 Meter hohen Turm, den
ein barocker Anbau ziert, wurde um 1700 auf den
Fundamenten einer mittelalterlichen Vorgängerin
aus dem 14 Jh. neu gebaut. Sie enthält in der Inneneinrichtung
manches Zeugnis aus älterer Zeit. Die
älteste Glocke wurde bereits im Jahre 1561 gegossen
und der Taufstein, im Renaissancestil gearbeitet,
ist ebenso alt. Der Geschlechterzug an der
Empore, dessen erste Tafel 1556 entstand, zeigt
u.a. die Großmutter der Katharina von Bora, der
Ehefrau des Reformators Martin Luther.
Siebenlehn
Die 1764 durch einen Brand zerstörte Kirche
wurde nach ihrem Wiederaufbau 1766 eingeweiht.
Es dauerte weitere 50 Jahre bis die Innengestaltung
mit Taufstein, Kanzelaltar und Orgel vervollständigt
war. In den letzten Jahren wurden Orgelprospekt,
Taufstein und Altar umfassend restauriert.
Zum Reformationsfest 2002 konnte ein neues
vierstimmiges Bronzegeläut eingeweiht werden.
Die älteste erhalten gebliebene Glocke aus dem
Jahr 1764 dürfte wohl auch zur Taufe der bekannten
Naturforscherin Amalie Dietrich geläutet haben.
Kirche Hirschfeld
Die Hirschfelder Kirche, eine der ältesten Kirchen
im Klosterbezirk Altzella, wird 1214 das erste Mal
erwähnt. Deren Kreuz- oder Rippendecke ist
besonders sehenswert. Mit großer Wahrscheinlichkeit
wurde Katharina von Bora, Luthers Ehefrau,
um 1499 in Hirschfeld geboren und in der
Kirche (zu Hirschfeld) getauft. 1999 wurde die Kirche
umfassend saniert. Ein dreistimmiges Bronzegeläut,
das am Reformationsfest 2003 eingeweiht
wurde, lädt zum Besuch der unter Denkmalschutz
stehenden Kirche ein.
Dorfkirche in Neukirchen
Die Kirche ist die architektonische Dominante des
Ortes und wohl eine der schönsten und wertvollsten
im Kreis Freiberg. Nach glaubwürdigen Aussagen
soll neben der Zahl 1172 auch 1218 am
Turmhaus gestanden haben und die Entstehungszeit
der Kirche bedeuten. Der älteste Teil der Kirche
(Turm mit Apsis) ist spätestens 1450 entstanden.
Darauf deuten vorhandene, 1889 entdeckte
Deckengemälde der Begräbnis-Kapelle hin. Der
1455 in Freiberg enthauptete Kunz von Kaufungen
(der "Prinzenräuber") soll hier begraben sein.